Rückenfit: Rückenschmerzen lindern modern und nachhaltiger Rückenschule

Der moderne Arbeitsalltag ist selten gut für Ihren Körper. Ob Sie nun hart und körperlich auf der Baustelle arbeiten oder mit wenig Bewegung im Büro sitzen: meist ist Ihr Rücken der Leittragende. Schließlich ist der menschliche Körper genau für mäßige Bewegung in mittlerer Intensität gemacht. Zu intensive Tätigkeiten schädigen ihn genauso wie zu geringe Bewegung.




Wenn der Rücken dann erst einmal zwickt, ist guter Rat teuer. Denn auf das Zwicken folgen meist binnen gar nicht so langer Zeit heftige Schmerzen. Rückenschulen helfen Ihnen daher nachweislich, unspezifische Rückenschmerzen zu verbessern und Patienten mit chronischen Rückenschmerzen das Leben zu erleichtern.

Wann benötigen Sie eine Rückenschule?

Es gibt zahlreiche Menschen, für die der Besuch einer Rückenschule angeraten ist. Dabei ist die Rückenschule sowohl ein Mittel der Prävention als auch der Behandlung. Zielgruppen sind vor allem Personen, die sich sehr wenig bewegen. Sehr wenig bedeutet in dem Fall weniger als eine Stunde körperliche Aktivität pro Woche. Außerdem werden Personen angesprochen, die bereits an Rückenschmerzen leiden. Denn bestehende Schmerzen stellen ein hohes Risiko dar, erneut Rückenschmerzen zu bekommen.

keine schmerzmittel durch rückenschuleAußerdem ist die Rückenschule für Menschen sinnvoll, die bestimmte Risikofaktoren für Rückenschmerzen aufweisen. Das können zum Beispiel Berufsgruppen sein, die schwere Lasten tragen oder bewegen müssen und wiederkehrenden einseitigen Belastungen ausgesetzt sind.

Des Weiteren zählen Patienten mit unspezifischen Rückenschmerzen, die bereits ärztlich abgeklärt wurden, zu potentiellen Teilnehmern. Hier liegt der Fokus in der Rückenschule darauf, eine Chronifizierung der Schmerzen zu verhindern. Und schließlich sind Menschen, die bereits an chronischen Rückenschmerzen leiden, ideale Teilnehmer für die Rückenschule. Denn die Bewegungsprogramme der Rückenschule sind auch bei der Behandlung von bestehenden Rückenschmerzen hilfreich.

Über welche Ausbildung verfügt Ihr Therapeut in der Rückenschule?

Ähnlich wie ein Leiter beim Rehasport, beim Pilates oder beim Yoga ist ein qualifizierter Rückenschullehrer meist ein ausgebildeter Physiotherapeut, Gymnastiklehrer oder Ergotherapeut. Es gibt aber auch Sportpädagogen, Mediziner oder Psychologen, die diese Zusatzausbildung haben, um dem weitverbreiteten Leiden Rückenschmerz entgegenzuwirken.

Die Bezeichnung Rückenschullehrer ist eine geschützte Zusatzqualifikation über den Bund deutscher Rückenschulen. Für die Lizenz müssen die Teilnehmer eine Grundausbildung mit mindestens 60 Unterrichtsstunden absolviert haben und sich diese von den Krankenkassen anerkennen lassen. Außerdem muss Ihr Therapeut die Lizenz mit regelmäßigen Fortbildungen, mindestens alle drei Jahre, auffrischen, um sie weiter tragen zu dürfen. Durch den regelmäßigen interdisziplinären Austausch kann über die Rückenschule eine weitsichtige Arbeit zum Wohle der Patienten sichergestellt werden.

Welche Erfolge sind zu erwarten und was können Sie zur Unterstützung der Behandlung selber tun?

Die Rückenschule bietet Hilfe zur Selbsthilfe und bietet gezielt Übungen an, die den Alltag und das Arbeitsleben erleichtern und positiv beeinflussen. Aus diesem Grund können Sie mit der Rückenschule langfristige Erfolge erzielen. In der Rückenschule werden Sie als Rückenschmerzpatienten für ihr Verhalten und Handlungen, die Rückenschmerzen fördern, sensibilisiert. In Zukunft erkennen Sie auf diese Weise schneller, wenn Sie etwas tun, was Ihrem Rücken sehr schadet.

Wichtig und elementar ist natürlich das Mitwirken von Ihnen als Patienten, die Bereitschaft Ihr Leiden zu reduzieren und das kontinuierliche Üben zuhause. Aus diesem Grund geben erfahrene Therapeuten Ihnen gezielt Übungen an die Hand, die Sie jederzeit ohne großen Aufwand auch zuhause durchführen können. Ausreden und Entschuldigungen gehören somit der Vergangenheit an.

Bekommt Sie ein Rezept oder übernehmen Krankenkassen den Kurs?

rückenschule gegen rückenschmerzenIm Gegensatz zum Rehasport gibt es für die Rückenschule im Normalfall kein ärztlich verordnetes Rezept. Meist läuft die Rückenschule im Rahmen eines Präventionskurses, der von den Krankenkassen bezuschusst wird. Ob die eigene Krankenkasse die Kosten für einen Rückenschule-Kurs übernimmt, muss individuell mit der jeweiligen Kasse geklärt werden. Die meisten Kassen übernehmen zumindest einen großen Anteil der Kursgebühren. Voraussetzung dafür ist, dass es sich um einen geschlossenen Kurs unter fachkundiger zertifizierter Anleitung handelt. Manche Kassen bezuschussen nur einen Kurs pro Jahr, andere wiederum bezuschussen mehrere Kurse pro Jahr. Meist müssen die Teilnehmer die Kosten vorstrecken und bekommen nach dem Einreichen der Teilnahmebestätigung die Kosten oder einen Teil der Kosten zurückerstattet. Um die Bestätigung zu erhalten, muss man im Regelfall an 80% der Kursstunden teilgenommen haben. Sprechen Sie hierzu also direkt Ihre Krankenkasse an.

Wie läuft Ihre Rückenschule ab?

Das oberste Ziel der Rückenschule ist, dass es Ihnen wieder besser geht. Deswegen ist die Förderung der Rückengesundheit und das Vorbeugen der Chronifizierung Ihres Rückenschmerzes das oberste Anliegen der Therapeuten. Dabei gibt es unterschiedliche Bausteine, die ein geschulter und erfahrener Therapeut einsetzen kann, um die physischen und psychosozialen Gesundheitsressourcen der Teilnehmer zu aktivieren. Als Teilnehmer sollen Sie in der Rückenschule folgendes lernen:

  1. Risikofaktoren für Rückenschmerzen zu vermindern
  2. für haltungsförderende Bewegungen sensibilisiert werden
  3. besser in der Lage sein, Beschwerden und das Missbefinden zu bewältigen

Damit Sie sich wieder besser fühlen, wird dies mit einer Mischung aus Übungen und Informationsvermittlung erreicht. In den Übungen wird zum Beispiel die Körperwahrnehmung geschult oder die motorischen Fähigkeiten verbessert. Als Methoden setzen Ihre Therapeuten gerne Spiele oder Parcours ein, um Haltung und Bewegung zu verbessern. Des Weiteren stehen Entspannungsmethoden und Strategien zur Bewältigung von Stress oder Schmerzen im Vordergrund. Abgerundet werden die Programme mit Hinweisen zur Prävention.

Welche Übungen werden typischerweise durchgeführt?

Um Ihre Rückenschule so alltagsgerecht wie möglich zu machen, werden Übungen wie „dynamisches Sitzen, Aufstehen und Hinsetzen“ trainiert. Außerdem werden Techniken zum ergonomischen Bücken, Heben und Tragen von Lasten vermittelt.

rücken stärken mit rückenschuleIn jeder Übungseinheit werden Ihre motorischen Grundeigenschaften Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination trainiert. Das geschieht mit Kräftigungsübungen für Ihren Rumpf und die Extremitäten sowie Ausdauertraining und Training Ihrer Beweglichkeit. Beliebte Übungen sind auch das Training von be- und entlastenden Arbeitsweisen, um den Teilnehmern einen besseren Zugang zu ihrer Körperwahrnehmung zu verschaffen. Dazu verwenden Therapeuten gerne auch Übungen vor dem Spiegel. Entspannung trägt nachweislich zur Linderung von Schmerzen bei. Deswegen setzen Ihre Trainer je nach eigenem Gusto Methoden wie die Progressive Muskelrelaxation, Feldenkrais oder Elemente aus Yoga oder Pilates ein.

Spaß macht vielen Teilnehmern auch immer wieder der Einsatz von Hindernis- und Trainingsparcours mit Alltagsgegenständen. Wollen Sie also auch etwas für Ihre Gesundheit tun? Dann melden Sie sich direkt bei Ihrer Rückenschule an!