Lichttherapie – Depression, Schlafstörung und Neurodermitis heilen mit Licht

Lichttherapie ist ein modernes Heilverfahren, dessen Erfolge wissenschaftlich anerkannt und bestätigt wurden. Es dient unter anderem zur Behandlung von Depressionen. Auch die damit verbundenen Schlafstörungen oder von Depression losgelöste Schlafstörungen, die den Betroffenen oft großen Stress verursachen, werden durch Lichttherapie effektiv behandelt. Die Therapie erfolgt dabei meist durch einen Arzt, klinischen Psychologen oder Psychiater. Immer häufiger wird die Lichttherapie auch von Heilpraktikern eingesetzt.
Bei der Therapie selber werden Sie als Patient einem hellen Kunstlicht ausgesetzt, bei welchem man auch oftmals von einer Lichtdusche spricht. Das Licht entspricht in seinen Wellenlängen dem des Tageslichts und ist viel intensiver als Kunstlicht.




Eine Abwandlung der Therapie wird auch bei Hautproblemen wie Neurodermitis angewandt. In diesem Fall spricht man von der Phototherapie. Die Lichttherapie oder Phototherapie bei Neurodermitis verspricht oft, sehr erfolgreich zu verlaufen. Deshalb wird das Verfahren immer häufiger und mindestens begleitend zu klassischen Therapieformen bei Neurodermitis oder anderen Hautprobleme eingesetzt.

Wann wird Lichttherapie eingesetzt?

Die Therapie nutzt die elektromagnetische Strahlung, mit einer intensiven Beleuchtungsstärke und der Wellenlänge des sichtbaren Tageslichts. Vor allem bei psychischen und dermatologischen Erkrankungen wie beispielsweise bei Depressionen oder bei Schuppenflechte wird die Therapie eingesetzt.

Erfolgreich angewandt wird sie also klassischer Weise bei folgenden Problemfeldern:

  1. Depressionen
  2. Schlafstörungen
  3. Neurodermitis
  4. Schuppenflechte (Psoriasis)
  5. Akne
  6. Migräne
  7. Essstörungen
  8. Burn-Out

lichttherapie gegen depressionIhre innere Uhr wird bei der Lichttherapie durch den Einsatz einer speziellen Lampe positiv beeinflusst. Die innere Uhr wird im Normalfall vor allem durch das Sonnenlicht gesteuert. Wenn die Tage im Herbst beispielsweise kürzer werden oder Sie sich viel in Räumen aufhalten, haben Sie auch weniger Sonnenlicht (Tageslicht) zur Verfügung. Eine Winterdepression zum Beispiel aufgrund eines Mangels an Vitamin D kann die Folge sein. Doch auch durch Schichtarbeit kann unsere Uhr aus dem Gleichgewicht kommen. Der Körper reagiert dann mit einer unnatürlich höheren Produktion an Melatonin, welches ein Schlafhormon ist. In großen Mengen kann das Hormon ebenfalls für Depressionen verantwortlich sein. Das Licht der Lichtdusche gleicht dem Sonnenlicht und bringt die innere Uhr wieder in den richtigen Takt. Dies lässt den Serotoninspiegel steigen.

Das klassische Verfahren der Lichttherapie – die Simulation von Tageslicht

Eine erfolgversprechende Lichttherapie sollte mindestens eine Beleuchtungsstärke von rund 2500 Lux aufweisen. Hierfür wird natürlich ein spezielles und professionelles Gerät benötigt. Die professionelle Lichtdusche sendet dabei ein diffuses, fluoreszierendes Licht in einem sehr breiten Spektrum aus. Dieses Licht entspricht dabei dem natürlichen Sonnenlicht am ehesten. Die Wirkung entfaltet die Therapie vor allem durch die Aufnahme über die Netzhaut der Augen, aber auch in Teilen über die Haut. Das Licht gelangt bis hin zu einem Teil Ihres Gehirns (dem Nucleus suprachiasmaticus), der einen sehr wichtigen Beitrag für den Serotonin- und Melatonin-Spiegel leistet. Das Gerät wird daher auch oft Tageslichtlampe (manchmal auch Vollspektrumlampe) genannt, da es das Tageslicht sozusagen in seinen Eigenschaften simuliert.

Das Gerät für die Lichttherapie besitzt einen besonderen UV-Filter, der die Augen vor den schädlichen UV – bzw. UVB – Strahlen schützt, jedoch die benötigen Wellenlängen passieren lässt. Dabei wird das Gerät stets einen halben bis zu einem Meter von Ihren Augen entfernt aufgestellt. Beleuchtet wird im Regelfall zwischen 30 Minuten und einer Stunde.

Licht-therapeutische Sitzungen werden je nach Behandlung in der Praxis oder auch zu Hause durchgeführt. Vor allem für Senioren ist die Behandlung zuhause oftmals sehr praktisch und nützlich. Dabei kann die Lichtdusche auch sehr einfach in den Alltag integriert werden. Die beste Zeit für die Behandlung ist übrigens in der Zeit zwischen 7 und 10 Uhr morgens.

Welche Vorteile bietet die Lichttherapie?

lichttherapie gegen neurodermitisDie Therapie bietet vor allem den klaren Vorteil, dass sie eine Behandlungsmethode darstellt, die fast keine Nebenwirkungen mit sich bringt, nicht invasiv ist und auch keine Medikamente zum Einsatz kommen. So ist sie auch bedeutend kostengünstiger, als eine Therapie mit Medikamenten. Erwachsene und Senioren profitieren von der Therapie ebenso, wie Kinder und Jugendliche, denn auch Akne und Schuppenflechte (Psoriasis) können durch die Therapie behandelt werden.

Lichttherapien führt übrigens sowohl Ihr Hausarzt, als auch Ihr Heilpraktiker durch. Fortbildungen zeigen quasi jährlich neuere Methoden und Geräte und machen deutlich wie wichtig Weiterbildung auch in diesem Bereich ist. Fragen Sie Ihren Arzt oder Heilpraktiker nach den neusten Verfahren.

Wann stellen sich erste Erfolge der Lichttherapie ein?

Neueste Untersuchungen haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Therapie und circadianen Rhythmen gibt. Besonders in der zweiten Nachthälfte wird von Ihrem Gehirn Melatonin produziert, welches wiederum mit einer depressiven Wirkung in Verbindung gebracht wird. Wer die Therapie also unmittelbar nach dem Aufwachen anwendet, also so früh wie möglich, kann einen positiven Stimmungsumbruch erleben, denn die Produktion von Melatonin wird durch die Therapie beendet und vorhandenes abgebaut.

lichttherapie gegen schlafstörungenErste Erfolge stellen sich meist schon nach wenigen Einheiten heraus, dennoch kommt es dabei stets auf die individuelle Symptomatik an. Auch wie lange die Therapie bei Ihnen durchgeführt werden sollte, kann nicht pauschal beantwortet werden. Dies sollte stets in Absprache mit dem Arzt erfolgen. Wird die Therapie zuhause durchgeführt, so kann sie sicherlich öfter erfolgen, als beim Heilpraktiker oder Arzt. Das Gerät zu Hause ist jedoch oft nicht so leistungsstark. Zudem kommt es darauf an, ob die Therapie wegen Depressionen oder einer Hauterkrankung durchgeführt wird und zusätzlicher Betreuung und Beratung bedarf.

Sie selbst können die Therapie in jedem Fall dadurch unterstützen, indem Sie sie regelmäßig vollziehen bzw. die Termine auch stets einhalten. Sollten Sie einmal verhindert sein, lassen Sie sich schnellstmöglich einen Ersatztermin geben, um die nicht erhaltene Dosis Licht nachzuholen. So stellen Sie den Therapieerfolg auch nachhaltig sicher.